Nagel bzw. Nagelbett Verletzung

Unter der Nagelplatte befindet sich das Nagelbett, was quasi eine Verlängerung der Nagelmatrix ist, in der der Nagel gebildet wird. Es ist von feinen Nervenbahnen und Blutgefäßen durchzogen, weshalb auch auch recht empfindlich ist, sollte die darüber liegende Nageplatte beschädigt werden.

Eine richtige Pflege ist wichtig, um das Nagelbett nicht zu beschädigen und zu verletzen. Dies kann einer schmerzhaften Entzündung führen.

Nagelbett kaputt oder verletzt

Gönnt man seinen Nägel regelmäßig eine Maniküre, sollte diese richtig durchgeführt werden. Die Nägel am Besten nur vorsichtig mit einer Sandblattfeile kürzen und befeilen. Die Nagelplatte sollte nicht befeilt werden, höchstens sanft mit einer speziellen Polierfeile zum Glänzen gebracht werden. Um das Eindringen von Bakterien oder Keimen zu verhindern, darf man die Nagelhaut niemals abschneiden.

Besser, man weicht sie etwas auf, zum Beispiel durch ein Handbad, und schiebt sie vorsichtig zurück. Dies geht am Besten mit einem Rosenholzstäbchen oder man benutzt ein Handtuch oder die Finger, wenn die Haut nach dem Baden oder Duschen eh weich ist.

Um die umliegende Haut geschmeidig zu halten und am Einreißen zu hindern, hilft das tägliche Einmassieren von etwas Olivenöl. Es wirkt ausserdem antibakteriell und pilzabweisend.

Hat man künstliche Nägel, egal ob selbst gemacht oder in einem Studio, ist die richtige Feiltechnik besonders wichtig. Hier kommen gröbere Feilen zum Einsatz, welche bei zu starkem Druck die Nagelplatte ausdünnen können.

Das Nagelbett – Was es zu beachten gibt

Das Nagelbett wird sozusagen freigelegt, was sehr unangenehm und auch schmerzhaft sein kann. Ausserdem besteht dann die Gefahr, dass kein Modellagematerial mehr darauf hält und die künstlichen Nägel immer wieder abbrechen, was ihnen durch das permanente Abbrechen und erneute Befeilen schädigen kann. Beim Feilen sollte man darauf achten, nur auf dem Material zu feilen und nicht auf den Naturnägeln.

Nagelbettentzündung

Durch kleine Verletzungen und Wunden können Pilzerreger oder Bakterien eindringen, was zu einer schmerzhaften Entzündung des Nagelbetts führen kann. Die umliegende Haut rötet sich, schwillt leicht an, fühlt sich heiß an und ein pochender Schmerz kann auftreten. Auch Eiter kann sich bilden. Die meisten Nagelbettentzündungen lassen sich aber relativ schnell behandeln, etwa durch Handbäder oder Salben.

Blaues Nagelbett

Starke Stöße oder Quetschungen können ein blaues Nagelbett verursachen. Hierbei entsteht ein Bluterguss unter dem Nagel, da durch die Verletzung Blut in das umliegende Gewebe austritt. Der Bluterguss erscheint als bläulich-schwarzer Fleck unter dem Nagel.

Je nach Stärke kann dies sehr schmerzhaft sein und gegebenenfalls die Behandlung durch einen Arzt erfordern. Ansonsten bleibt nur, den Bluterguss herauswachsen zu lassen, was je nach Nagelwachstum einige Wochen oder sogar Monate dauern kann.

Hände mit Fingernägel